Graschdanskaja Oborona – Punk und Protest in einer Zeit des Umbruchs

Mitte der 1980er Jahre wurde Punk in den Metropolen des Westens endgültig Mainstream. In den großen Städten östlich vom bröckelnden „Eisernen Vorhang“ gewann die Bewegung zeitgleich erst richtig an Fahrt. Von Anfang an kriminalisiert, verfolgt und eingeschüchtert blieben Punks dort im Untergrund und traten dafür umso staatskritischer auf. In Sibirien formierte sich mit der Band Graschdankskaja Oborona 1984 eine besonders radikale Strömung – „sibirskij pank“, sibirischer Punk.

Kommunehäuser: Gesellschaftlicher Wandel durch Architektur

In den 1930er Jahren entstanden in vielen Städten der Sowjetunion Projekte experimenteller kommunaler Wohnformen. Sie sollten nicht nur den Wohnungsmangel beheben, sondern auch die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen befördern. Als Verwirklichung einer sozialen Utopie scheiterten diese Projekte zwar, als architektonische Zeugnisse aber sind einige von ihnen mancherorts bis heute erhalten geblieben. Ein Blick nach Nischni Nowgorod.

Besuch in Stalins Bunker

Samara als Hauptstadt Russlands – was heute absurd klingt, wäre einmal beinahe Realität geworden. Das damalige Kuibyschew war als Ersatzhauptstadt der Sowjetunion vorgesehen, hätten die Nazis Moskau eingenommen. Dazu kam es nicht und so hat Stalin den für ihn gebauten Bunker nie betreten. Aber er ist noch im Originalzustand erhalten und kann an Wochentagen besichtigt […]

Der Park der gefallenen Denkmäler

Als Ende 1991 die Sowjetunion zusammenbrach, fielen auch einige ihrer in Stein gehauenen Manifestationen, Denkmäler umstrittener Führungspersonen und Skulpturen sozialistischer Propaganda. Sie wurden zerstört, zerschmolzen oder anderweitig beseitigt. In Moskau allerdings fand man eine weitere Lösung und sammelte sie an neuer Stelle. An dieser hat sich im Laufe der Zeit ein Park mit ganz eigentümlichem […]