Zum Feiertag der „Taufe des Herrn“

Jedes Jahr am 19. Januar steigen Tausende russisch-orthodoxe Gläubige von Smolensk bis Vladivostok freiwillig in winterkaltes Wasser. Unabhängig von Wetterlage und Außentemperatur. Aus drei verschiedenen Städten konnten unsere AutorInnen einige Eindrücke von einem der eindrucksvollsten russischen Feste zusammenstellen.

Solowki – Die Inseln der Schönheit und des Schreckens

1429 kamen Mönche und gründeten eines der bedeutendsten Klöster der russischen Orthodoxie. Als Alexander Solschenitsyn seinen „Archipel Gulag“ schrieb, dachte er an Solowki. Heute ist die Inselgruppe im Weißen Meer ein Ort von unglaublicher natürlicher Schönheit. Eine Bilderreise zu einem der widersprüchlichsten Orte der russischen Geschichte.

Die Große Wasserweihe

In der Orthodoxen Kirche wird am 19. Januar jeden Jahres der in allen vier Evangelien beschriebenen Taufe Jesu Christi gedacht. Das Element Wasser erlangt an diesem Tag eine herausragende Bedeutung, es wird zum „großen Heiligtum“ geweiht. Dessen reinigende Kraft, so heißt es im russischen Volksglauben, wäscht alle Sünden hinfort. Zum festen Bestandteil dieses Tages gehört […]

Die Kontinuität des „Heiligen Russland“

Das Symbol könnte mächtiger kaum sein: an jener Stelle, an der 1918 Nikolaus II. mitsamt Frau und Kindern von den Bolschewiken erschossen wurde, ragt heute eine 60 Meter hohe Kathedrale in den Himmel. Sie ist durchdrungen vom Andenken an den als Märtyrer verehrten letzten Zaren und seiner Familie. Die „Kathedrale auf dem Blut“ in Jekaterinburg […]